Biodynamik

biodinamica02Die biodynamische Wirtschaftsweise entsteht in den 20er Jahren durch die Impulse ihres Begründers Rudolf Steiner und nach einer wechselhaften Karriere setzt sie sich weltweit durch. Die Geschichte und die Inhalte dieser Methode sind sehr komplex, weswegen wir hier nur die Grundprinzipien behandeln werden und für eine Vertiefung des Themas auf entsprechende Literatur bzw. Internetseiten verweisen.

Die Methode der biodynamischen Wirtschaftsweise umfasst einige der Grundprinzipien der biologischen Anbaumethoden wie die Ablehnung von Unkrautvernichtungsmitteln, von chemischen Düngern, von Pflanzenschutzmitteln – Stoffen also, die bekanntlich giftig für Boden, Pflanzen und demnach auch für den Menschen sind. Allerdings unterscheidet sie sich vom biologischen Anbau, da sie einen sehr viel weiter fassenden Begriff bezüglich der Wechselwirkungen der lebenden Elemente – und demnach innerhalb der Landwirtschaft – voraussetzt. Sie wendet sich an ein Ökosystem, den Planeten Erde und die Kräfte, die auf ihm wirken, wobei sie unseren Planeten gemäß der holistischen Weltanschauung als eine lebendige Einheit betrachtet.

Die Biodynamik wirkt auf der subtilen und damit energetischen Ebene auf Boden und Pflanzen, d.h. auf ein lebendiges Ökosystem.

Ziel ist es, ein vitales Gleichgewicht und Harmonie zu schaffen.

Wir beabsichtigen, eine “Pflanzenzucht” (d.h. eine künstliche Menge wie ein Weingarten, ein Olivenhain oder ein Gemüsegarten) einer „natürlichen Einheit“ anzugleichen, die reich an Vitalität ist. Die Erde zu „verlebendigen“ und deren Fruchtbarkeit von der mikroskopischen Ebene an bis zur vegetalen und animalischen zu steigern, das ist die Grundlage.

Biodynamik bedeutet, die vier Elemente, die unser Leben kennzeichnen – Wasser, Luft, Erde und Feuer – in Bewegung und in Beziehung zueinander zu setzen, und zwar mithilfe einiger Praktiken, die ein Ganzes, einen Kreislauf bilden.

biodinamica2Eine weitere Praktik ist die Verwendung des „Hornmists“ oder „Präparat500” zusammen mit der Gründüngung. Der Samen wird untergegraben und das Präparat 500 wird verteilt, um die mikrobische Aktivität des Bodens anzuregen; im Frühling werden die Pflanzen gesenst, gehäkselt und untergepflügt, damit sie aerobisch vergären und Humus bilden, den einzigen Nährstofflieferanten für die Pflanzen. Noch einmal wird 500 verwendet, um diese Funktion des Bodens durch die Aktion von Millionen Mikroorganismen in ihm anzuregen. Dadurch soll die Erde an eine ihrer Funktionen „erinnert“ werden, die heutzutage von der Umweltverschmutzung und von der Arbeit mit Traktoren, die sie kompakter machen und ersticken, behindert wird.

All dies ermöglicht den Pflanzenwurzeln eine gesunde, reichhaltige und ausgewogene Ernährung.

Eine Pflanze, die in einem Boden mit reichlich Humus wächst, ernährt sich selbsttätig von den Mineralstoffen, die von den vorhandenen Mikroorganismen zur Verfügung gestellt werden. Der Humus absorbiert Wasser und reguliert somit dessen Verbrauch. In den trockenen Jahreszeiten gibt er Wasser ab, wie er in Regenzeiten das Wasser zurückhält und durch eine Steigerung der „Elastizität“ der Bodenstruktur ihn nicht an Konsistemz verlieren zu lässt. Ein Boden mit viel Humus hat also eine bemerkenswert höhere Kapazität der Wasseradsorption als ein Boden mit wenig Humus.

Die Vitalität des Erdreichs, eine organisierte und ausgewogene Entwicklung des Lebens im Boden verwandeln sich in eine harmonische Vitalität der Pflanzen.